Australien hat die Evakuierung Tausender Einwohner aus seinen östlichen Regionen angeordnet, da der tropische Wirbelsturm Alfred auf die Küste zusteuert. Der Sturm, der voraussichtlich am Samstag auf Land treffen wird, hat bereits schwere Regenfälle, starke Winde und gewaltige Wellen mit sich gebracht, die zu großflächigen Stromausfällen und Störungen des Verkehrsnetzes geführt haben. Laut dem Bureau of Meteorology bewegt sich Alfred langsam auf die Küste zu und wird voraussichtlich nördlich von Brisbane als Wirbelsturm der Kategorie 2 eintreffen.

Die Behörden warnen, dass der langsame Wind zu längeren Perioden mit starkem Regen führen könnte, was die Überschwemmungsgefahr in Queensland und im Norden von New South Wales erhöht. Queenslands Premierminister David Crisafulli betonte die Dringlichkeit von Evakuierungen und erklärte, dass zahlreiche Notunterkünfte als letztes Mittel geöffnet worden seien. „Die Evakuierungszentren sind das letzte Mittel“, sagte Crisafulli während einer Pressekonferenz am Freitag. Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h (62 mph) peitschten über Nacht über die Küstengebiete und verstärkten die Besorgnis über Schäden und Störungen.
Tropischer Wirbelsturm „Alfred“ führt zu Massenevakuierungen in ganz Queensland
Als der Zyklon näher kam, war er Berichten zufolge 120 km von Brisbane und 85 km von Gold Coast, einem der wichtigsten Touristenziele Australiens, entfernt. Die Auswirkungen haben bereits mehr als 80.000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten, wobei sich die Hälfte der Ausfälle auf die Region Gold Coast konzentriert. Als Reaktion auf die sich verschlechternden Bedingungen hat der Flughafen Brisbane seit Donnerstag seinen Betrieb eingestellt und der öffentliche Nahverkehr in der Stadt wurde eingestellt.
Darüber hinaus haben die Behörden über 1.000 Schulen im Südosten von Queensland und 280 im Norden von New South Wales geschlossen , um der öffentlichen Sicherheit angesichts der extremen Wetterbedingungen höchste Priorität einzuräumen. Der Zyklon trifft ein, während Australien mit einer ohnehin schon intensiven Wettersaison zu kämpfen hat. Die Notdienste sind weiterhin in höchster Alarmbereitschaft und Rettungsteams sind bereit, auf mögliche Sturzfluten und Sachschäden zu reagieren. Die Bewohner wurden aufgefordert, Evakuierungsanweisungen zu befolgen und sich über offizielle Wetterwarnungen auf dem Laufenden zu halten. – Von MENA Newswire News Desk.
