Die Umwelt- und Schutzgebietsbehörde (EPAA) in Schardscha hat die erste Studie dieser Art im Nahen Osten erfolgreich abgeschlossen. Sie untersuchte die Aufnahme von Meeresmüll, Mikroplastik und Ölrückständen durch Seevögel. Dieser wissenschaftliche Erfolg, der mit dem Weltumwelttag zusammenfällt, unterstreicht Schardschas wachsende Rolle im Meeresumweltschutz und in der Meeresforschung.

Die im Rahmen des Sharjah Strandings Response Program durchgeführte Studie wurde in der Fachzeitschrift Marine Pollution Bulletin veröffentlicht und leistet einen wichtigen Beitrag zum regionalen und internationalen Verständnis der Umweltbedrohungen für Seevögel an den Küsten der VAE und der gesamten Region. Die Forschung bietet wichtige Einblicke in die unsichtbaren Gefahren der Meeresverschmutzung und unterstreicht die dringende Notwendigkeit gemeinsamen Handelns zum Schutz der marinen Biodiversität.
Hana Saif Al Suwaidi, Vorsitzende der EPAA, betonte die Bedeutung der Studie für die Bewältigung ökologischer Herausforderungen. Sie wies darauf hin, dass das Projekt die Vision von Scheich Dr. Sultan bin Mohammed Al Qasimi, Mitglied des Obersten Rates und Herrscher von Sharjah, widerspiegele. Al Suwaidi betonte, dass die Forschung eine solide wissenschaftliche Grundlage für die Entwicklung evidenzbasierter Naturschutzmaßnahmen und den Aufbau einer umfassenden Datenbank zur Überwachung langfristiger Umwelttrends liefere, insbesondere der Auswirkungen von Meeresabfällen auf Seevögel und Küstenökosysteme.
Al Suwaidi betonte zudem das anhaltende Engagement der EPAA für spezialisierte Forschung in Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Experten. Diese Kooperationen sollen Schardschas Position als regionales Zentrum für Umwelt- und Biodiversitätsstudien stärken, das öffentliche Bewusstsein fördern und zur Nachhaltigkeit der Meeresökosysteme im gesamten Nahen Osten beitragen. Sie fügte hinzu, der Weltumwelttag diene nicht nur einem Fest, sondern sei auch eine globale Mahnung, Umweltpolitiken zu überdenken, gesellschaftliches Engagement zu fördern und grüne Technologien zum Schutz fragiler Ökosysteme einzusetzen.
Im Rahmen der Studie wurden 478 gestrandete Meeres- und Küstenvögel untersucht, die 17 Arten angehören und tot an den Küsten des Arabischen Golfs und des Golfs von Oman gefunden wurden. Die Ergebnisse zeigten, dass 12,8 % der Vögel Meeresschadstoffe aufgenommen hatten, 11,1 % verschiedene Formen von Meeresmüll und 1,7 % durch Rohöl und Teerklumpen beeinträchtigt waren. Unter den Schadstoffen wurden vor allem Kunststoffpolymere gefunden, insbesondere bei Lachmöwen. Polyethylen war dabei am häufigsten, gefolgt von Glas als einem weiteren häufig aufgenommenen Material.
Die Ergebnisse zeigten insbesondere, dass Jungvögel der großen Weißkopfmöwenart im Vergleich zu erwachsenen Vögeln häufiger Abfall aufnehmen, was ihre erhöhte Anfälligkeit für Meeresverschmutzung unterstreicht. Eine gezielte Analyse einer Teilstichprobe von 20 Vögeln ergab, dass Mikrofasern 77,8 % des nachgewiesenen Mikroplastiks ausmachten, was auf Wäscheabwässer als bedeutende Kontaminationsquelle hindeutet. Darüber hinaus wurde das Vorhandensein von Ölkugeln und Angelhaken als unmittelbare Bedrohung für das Überleben der betroffenen Seevögel identifiziert.
Das Sharjah Strandings Response Program ist weiterhin ein zentraler Bestandteil der strategischen Bemühungen der EPAA und vereint wissenschaftliche Forschung, Rettungseinsätze, Umweltüberwachung und Aufklärung der Öffentlichkeit. Durch die direkte Bekämpfung von Strandungen von Meerestieren trägt das Programm zum Erhalt der Artenvielfalt, zum Schutz der Küstenökosysteme und zur Förderung des Umweltschutzes in der gesamten Region bei. – Von MENA Newswire News Desk.
