Die 78. Tagung der Weltgesundheitsversammlung, des Entscheidungsgremiums der Weltgesundheitsorganisation ( WHO ), findet ab dem 19. Mai 2025 in Genf statt. Ein herausragender Bestandteil der diesjährigen Tagesordnung ist ein hochrangiger Abschnitt, der der traditionellen Medizin gewidmet ist und unter dem Motto „Traditionelle Medizin: Vom traditionellen Erbe zur Pionierwissenschaft, für Gesundheit für alle“ steht. Dieser Abschnitt steht unter der Schirmherrschaft der Gruppe der Freunde der Traditionellen Medizin, einer Koalition von WHO- Mitgliedsstaaten, die sich für die Integration traditioneller medizinischer Verfahren in moderne Gesundheitssysteme einsetzt.

Die WHO hat die Sitzung dem indischen Ayush-Ministerium, das die federführende Rolle des Landes bei der Initiative spielt, offiziell bestätigt. Laut Rajesh Kotecha, Sekretär des Ayush-Ministeriums, bietet die Plattform den WHO- Mitgliedsländern die Möglichkeit, Möglichkeiten zur Integration traditioneller Medizin in die allgemeinen Gesundheitssysteme zu diskutieren. Er betonte, dass die Sitzung eine bedeutende Gelegenheit darstelle, die Rolle alter Heilsysteme für die weltweite Förderung der öffentlichen Gesundheit hervorzuheben. Indiens Beteiligung an dieser Initiative ist angesichts seiner langen Traditionen und Expertise in der Alternativmedizin von besonderer Bedeutung.
Das Ayush-Ministerium beaufsichtigt ein breites Spektrum an Praktiken unter dem Dach von AYUSH: Ayurveda , Yoga, Naturheilkunde, Unani, Siddha, Sowa-Rigpa und Homöopathie. Diese Systeme sind seit Jahrhunderten fester Bestandteil des indischen Gesundheitswesens und bilden nach wie vor die Grundlage für das Wohlbefinden von Millionen Menschen im ganzen Land. Der bevorstehende Abschnitt der Weltgesundheitsversammlung spiegelt die wachsende internationale Anerkennung der Rolle wider, die traditionelle, komplementäre und integrative Medizin bei der Verwirklichung einer allgemeinen Gesundheitsversorgung spielen kann.
Die Diskussionen werden sich voraussichtlich auf Forschung, Innovation und politische Strategien konzentrieren, um traditionelles Wissen mit modernen Gesundheitssystemen und nachhaltigen Entwicklungszielen in Einklang zu bringen. Indien hat eine führende Rolle bei der Förderung der globalen Relevanz seiner traditionellen Medizinsysteme übernommen. Die Gründung des WHO- Globalzentrums für Traditionelle Medizin in Gujarat, das wissenschaftliche Forschung und Politikentwicklung fördern soll, unterstreicht Indiens strategisches Bestreben, sein jahrhundertealtes Gesundheitswissen zu globalisieren. Während sich Delegationen aller 194 WHO- Mitgliedsstaaten in Genf treffen, stellt die Aufnahme der traditionellen Medizin in die globale Gesundheitsagenda eine bemerkenswerte Entwicklung dar.
Das hochrangige Segment soll einen Konsens über die evidenzbasierte Integration traditioneller Praktiken schaffen und so den Zugang zu ganzheitlicher Versorgung weltweit verbessern. Indiens Beiträge zu diesem Diskurs spiegeln sein Engagement für die Förderung inklusiver, vielfältiger und nachhaltiger Gesundheitsmodelle wider. Mit seinem reichen Erbe des Ayurveda und verwandter Systeme positioniert sich Indien weiterhin an der Spitze der globalen Bemühungen, traditionelle und moderne Medizinwissenschaften zu harmonisieren. – Von MENA Newswire News Desk.
